Kalmar – bunt und tolerant

Wir haben ja öfter so ein Glück, dass in den Orten, in denen wir ankommen, gerade irgend ein Fest stattfindet. So auch in Kalmar.

Wir sind die 17 Seemeilen von Borgholm nach Kalmar am Freitag sehr entspannt gesegelt und haben daher bei lauem Wind auch gute 4 Stunden gebraucht. So waren wir nachmittags da und konnten noch einen gemütlichen Abendspaziergang durch die Stadt machen. Auch hier hatten wir den Eindruck, dass die Saison vorbei ist. Allerdings fiel uns auf, dass die Stadt mit vielen Regenbogenwimpeln geschmückt und am Marktplatz eine Bühne aufgebaut war.

Heute Mittag löste sich das Rätsel – Kalmar feierte in den schillerndsten Regenbogenfarben mit viel Musik, Tanz und guter Laune das Pride-Festival. Man kann es sich ein bisschen wie einen Christopher-Street-Day in Klein vorstellen.

Das Highlight in Kalmar ist neben der berühmten Ölandbrücke auf jeden Fall das Schloss. Es beeindruckt durch seine unmittelbare Lage an der Ostsee und ist durch seine Größe schon von Weitem zu sehen. Das Schloss ist eines der besterhaltenen Renaissance-Schlösser in Nordeuropa und blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Auf dem Weg zum Schloss kamen wir am Kunstmuseum vorbei und steckten mal die Nase rein. Es gab zwar nur eine einzige Ausstellung zu besichtigen, aber die war sehr interessant.

Nach Kunst, Kultur und Shopping geht es jetzt (morgen früh) wieder in stillere Gefilde.