Bei unserer Fahrt durch den Oslofjord habe ich heute die Rückenflossen von zwei kleinen Delfinen gesehen. Sie sind ziemlich dicht am Boot vorbeigeschwommen. Leider ging das zu schnell für ein Foto, aber meine Aufmerksamkeit ist jetzt geweckt. Beide Seiten des Fjords sind ziemlich dicht besiedelt, zunächst überwiegend Ferienhäuser. Wir haben aber auch eine Reihe Baustellen für neue Häuser – sogar für große Betonklötze – gesehen und einige Industrieanlagen. Je näher wir an Oslo heranfahren, um so dichter wird die Besiedelung. Im Fjord begegnen uns nur wenige Freizeitboote und ein paar Fischkutter, aber kurz vor Oslo nimmt der Bootsverkehr rapide zu. Segelboote, Motorboote, Fähren, ein Kreuzfahrtschiff – wir müssen aufpassen. Die Sonne brennt vom Himmel, als wenn es das Mittelmeer wäre.
Bei der Hafeneinfahrt merken wir schon, in Oslo geht die Post ab. Partystimmung im Hafen und kein freier Liegeplatz am Gastanleger 🙁 Wir tuckern ganz langsam durchs Hafenbecken und tatsächlich kommt eine nette Hafenmeisterin und lässt uns längs am reservierten Kay anlegen. Wir bedanken uns überschwänglich, nicht wissend, was uns erwartet …
In Oslo läuft seit gestern die NOR-SHIPPING, die Internationale Messe für die Schifffahrtindustrie. Die Stadt ist voller Schlipsträger aus der ganzen Welt und ausgerechnet an unserem Anleger findet die After-Work-Party statt. Und zwar auch morgen und übermorgen. Die Bässe dröhnen durchs Boot und wir hoffen, dass die feierwütige Meute irgendwann müde wird. (Ich fühle mich ein bisschen an die Kunststoffmessen in Düsseldorf erinnert.)
Bei einem erstem Spaziergang haben wir Oslo als eine sehr moderne, junge und pulsierende Stadt mit interessanter Architektur kennengelernt – sie hat eben doch ein bisschen mehr zu bieten als Holmenkollen 😉










