Kein Dino, sondern Drachen schützen die Stenstaden

In der Vergangenheit wurde Sundsvall viermal durch verheerende Brände zerstört. Nach dem schlimmsten Brand 1888 wurde die Stadt komplett neu aus Stein aufgebaut, finanziert vor allem durch reiche Industrielle der Holzwirtschaft. Seitdem trägt sie den Spitznamen Stenstaden (Steinstadt). Die Drachen wurden damals in die Fassaden eingebaut und sollten die Bewohner vor Feuer schützen. Mittlerweile ist der Drache ein Symbol für ganz Sundsvall; man sieht heute in der ganzen Stadt im Sommer bunte und zum Teil verrückte Drachenskulpturen.

In dieser Woche findet in Sundsvall das Pride-Festival statt 🏳️‍🌈. Nicht so groß wie zum Beispiel letztes Jahr in Amsterdam, aber die ganze Stadt ist mit Regenbogenfahnen geschmückt. Selbst die über der Stadt thronende Gustav Adolf Kirche konnte sich nicht entziehen, und so läuft man durch die ganze Kirche bis zum Altar über einen bunten Regenbogenteppich, vorbei an den mit Regenbogenfähnchen geschmückten Bankreihen. Ist schon ein bisschen verrückt. Leider werden wir zur großen Parade am Samstag nicht mehr hier sein.

Da heute bei nur 12 Grad ziemlich viel Nass vom Himmel fiel, bot es sich an, dem städtischen Museum einen Besuch abzustatten. Und wieder waren wir sehr positiv überrascht, denn mit Museum und öffentlicher Bibliothek wurde ein sehr einladender Ort der Begegnung für Bewohner und Besucher geschaffen. Auch ein kleines Café und gemütliche Sitzecken fehlen nicht. Und das alles kostenlos, nur der nasse Schirm musste am Eingang zurückbleiben.

Nach dem ICA-Einkauf hatten wir dann genug. Die Fußgängerzone wirkte zwar sehr einladend, aber wirklich hübsche Läden zum (sinnfreien) Geldausgeben sahen wir nicht. 

Also schon 17 Uhr zurück aufs Boot und Heizung an 🥶. Laut Wetter online scheint morgen ab 03:06 Uhr die Sonne☀️ und so können wir trockenen Hauptes weitersegeln 😄.