Heute endlich sollten wir den nördlichsten Punkt der Ostsee erreichen. Er liegt ziemlich unspektakulär am Ende eines langen Fjords, als gelbe Posttonne getarnt, vor der Autobahnbrücke der E4 bei Törehamn.
Walter lässt es sich nicht nehmen, auf dem Rand der bei Seglern berühmten Tonne für Fotos zu posieren. Sie markiert unser angestrebtes Törnziel, von dem wir nicht sicher waren, ob wir es erreichen werden. (Ich erinnere an den stetigen, kontraproduktiven Nordwind der vergangenen Wochen.) Ab jetzt geht es nach Süden, zurück nach Hause.
Um die Ecke ist ein Anlegesteg, der zum nahen Campingplatz gehört. Wir machen die Salida hinter dem ersten polnischen Segelschiff, das wir auf unserer Nordroute treffen, fest und gehen zum Campingplatz. Irgendwo soll es Zertifikate für die verrückten Segler geben … Der nette Herr in der Rezeption hat tatsächlich welche und überlässt uns zwei Exemplare.
Zufrieden legen wir wieder ab. Wir wollen einen kleinen Hafen auf der Nachbarinsel von Bergön, wo wir letzte Nacht lagen, ansteuern. Heute ist wohl hier der heißeste Tag, 32 Grad im Schatten und kaum Wind. Wir lassen uns abwechselnd an der Bootsleiter durch das angenehm temperierte Wasser ziehen, um uns etwas abzukühlen.
Der angesteuerte Hafen erweist sich leider als zu klein für uns, sodass wir am Ende wieder in Bergön landen. Zurück vom Tagesausflug sozusagen.




