Unsere Überfahrt nach Schweden drohte langweilig zu werden, ringsherum stundenlang nur Wasser. War aber nicht so. Der Himmel überraschte mit immer interessanteren Wolkenformationen, von denen man nicht wusste, wann und wo sie ihre gespeicherte Feuchtigkeit abgeben würden. Der Wind trieb auch seine Spielchen mit uns – mal genug zum Segeln, dann wieder nicht, mal stimmte die Richtung, mal nicht. Es war ein Hin und Her.
Noch mehr Abwechslung gab es bei der Querung des Fahrwassers – gleich drei dicken Pötten mussten wir ausweichen. In der Ferne sahen wir auch immer wieder andere Segler.
Schweden empfing uns, außer mit der obligatorischen sms auf dem Handy und der Rückgabe der von Finnland okkupierten Stunde, mit dicken Regenwolken. Ein Tief aus Nord kommend brachte frischen Wind mit und bescherte uns so noch eine kurze Rauschefahrt Richtung Küste. Leider machte die dicke Wolke dann doch noch Boot und Skipper nass.
Nach 36 Seemeilen, davon 25 gesegelt, und 8 Stunden haben wir, wieder bei Sonne, in Gräddö festgemacht. Die Hafenpreise sind gepfeffert, 46 Euro mit Strom für eine Nacht. Deshalb werden wir hier nur das Nötigste wie einkaufen erledigen und uns dann für den morgigen Regentag eine ruhige Ankerbucht suchen, bevor wir am Samstag den nördlichen Wind nutzen, der uns ein gutes Stück weiter nach Süden Richtung Heimat bringen soll.
Wir kochen mit dem teuren Strom heute Abend noch Kartoffeln und Blumenkohl für morgen vor.





