Weil der Skipper mich zum Abendessen eingeladen hat, steht er jetzt in der Pantry (Kombüse). Es riecht nach leckerem Knoblauch, aber da wir nur zu zweit sind, ist es egal. Bei Walter geht alles, außer Fleisch – er ist Vegetarier. Ich mache da seit Freitag mit und lebe noch 😉
Nachdem wir gestern auf Utklippan die südöstliche Insel erkundet haben, um Kegelrobben zu jagen – und das als Vegetarier, aber ein Foto hat uns gereicht – ging es gegen Mittag wieder weiter in Richtung schwedische Küste.
Das Ruder durfte ich wieder übernehmen. Der Skipper hat volles Vertrauen, nachdem er mich auf Bornholm getestet hatte. Das Boot ist 3,40 Meter breit und er ließ mich in einen gefühlt 3,35 Meter breiten Anleger einparken.
Nachdem wir den gut geschützten Hafen verlassen hatten, bemerkte ich, wie schwer so ein Schiff bei starkem Wind auf Kurs zu halten ist. Volle Konzentration und die Augen immer auf die Instrumente ist da angesagt.
Unter voll gesetzten Segeln erreichten wir Flak-skär. Ohne Navigation wäre das gar nicht mehr möglich, denn da hat doch einer Felsen in die Fahrt gelegt. Diese möchte man mit 1,5 Meter Tiefgang nicht treffen. Aber auch das hat super geklappt.
Nun ist ankern angesagt, die Salida liegt ruhig in der Bucht.
Eine Überraschung hatte Walter dann noch für mich, denn das Schlauchboot wurde aus der Backskiste geholt und aufgepumpt. Übersetzen zur Insel war angesagt – zwei große Männer in einem winzigen Schlauchboot – gut, dass uns keiner gesehen hat 😉
Die Insel ist nicht bewohnt, nur ein paar Schafe haben wir getroffen. Walter fand dann auch noch sein geliebtes Wollgras und war glücklich …
Nun genug für heute, der Kapitän hat das Essen fertig.
Es grüßt der Bootsjunge Roland







