Walter wäre heute früh gern losgefahren, aber ich war dagegen. Die Bedingungen sind heute nicht besser als gestern. Der Wind kommt immer noch böig von Süd und wir müssten die meiste Zeit gegenan stampfen. Später soll er sogar noch zulegen. Der Zielhafen in Kaskinen ist 30 Seemeilen entfernt und liegt mitten in einem Sund in Nord-Süd-Ausrichtung, was den Wind zusätzlich als Windkanal verstärken könnte. Hatten wir alles schon, für mich gute Gründe, noch einen Tag länger abzuwarten. Walter sieht das anders und ist ein bisschen sauer, aber ich gebe nicht nach.
Um uns die Zeit zu vertreiben erkunden wir die Umgebung mit dem Fahrrad. Ich muss mächtig strampeln, denn zu allem Unglück ist auch noch meine Batterie ins Wasser gefallen. Abends tun die Knie weh.
Korsnäs hat eine schöne Holzkirche, die aber geschlossen war. Auch zum Museumsfest waren wir zu spät. Weiter ging’s in die andere Richtung nach Harrström. Dort ist noch ein altes Fischerdorf originalgetreu vorhanden. Besonders markant sind die beiden großen roten Windmühlen. Ich mache Fotos von allen Seiten. Der kleine Fischerhafen ist sehr idyllisch, aber nur für ganz kleine Boote geeignet. Hinter dem Hafen beginnt ein Vogelschutzgebiet. Wir konnten verschiedene Gänsearten, Möwen und sogar Austernfischer beobachten. Die Fotoausbeute ist enorm.
Als wir zu unserem Boot zurückkommen, haben wir einen Nachbarn am Kai. Eine finnische Segeljacht hat in unserer Abwesenheit angelegt. Sie sind auf dem Heimweg von Süd nach Nord, da passt der Wind.
Wir warten immer noch auf das Schlupfloch Richtung Süden.







