Heute früh wurden wir von lautem Geklapper und Getöse geweckt – der Wind hatte über Nacht gut zugelegt. Walter war schon mal nachts draußen, weil die Fender so laut geknarzt hatten, hab ich aber zum Glück nicht mitbekommen.
Mit dem frischen Nordwind kamen wir nur mit der Genua recht flott von der Insel weg. Später, weiter draußen, wurden die Wellen dann recht hoch, aber die Windrichtung stimmte und so pfiff die Salida mit 6 bis 7 Knoten über sie hinweg. Es war seit langem mal wieder sportliches Segeln möglich, aber für Walter natürlich auch viel Arbeit am Steuer. Schon bald hatten wir die ersten Inselchen des Åland-Archipels erreicht. Heute ließ sich sehr gut die Veränderung der Wasserfarbe mit der Zunahme der Wassertiefe beobachten.
Um unser Ziel Lappo zu erreichen, navigierten wir gefühlt kreuz und quer durch die Schären, immer den kalten Nordwind im Nacken. Zum Schluss waren wir beide trotz dicker Klamotten ziemlich durchgefroren. Hoffentlich gibt’s im Hafen eine heiße Dusche, ist schließlich mit 36 Euro der teuerste Hafen bis jetzt. Hier zahlt man eben Åland-Preise 😉.
In Lappo dann ein Déjà-vu – waren wir hier nicht schon einmal? Ich war mir schnell ziemlich sicher, spätestens als ich das Andrum oben auf dem Felsen entdeckte. In diese kleine Auszeit-Hütte hatten wir uns vor drei Jahren auf den ersten Blick verliebt.
Ein Blick in den Blog 2022 lieferte dann die endgültige Bestätigung: wir waren vom 10. bis 11. August 2022 schon einmal hier.
Die Idylle leidet gerade etwas, denn im Hafen wird mit ziemlich viel Krach ein neuer Fähranleger gebaut. Aber die Jungs machen 20 Uhr Feierabend und Ruhe ist.
Wir halten uns auch gar nicht lange hier auf und fahren morgen früh weiter zu unserem zweiten Åland-Stopp in Rödhamn.







