Von Nordost nach Südwest durch Åland gerauscht

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Da wir den Nordwestwind nutzen wollen, solange er uns wohl gesonnen ist, peilen wir nur noch Rödhamn als Hafen in den Ålandinseln an, bevor es weiter nach Schweden geht. Die 42 sm bis dorthin haben wir zu 3/4 segelnd zurücklegen können. Der Weg durch‘s Inselreich war gesäumt von Inseln und Inselchen, die eigentlich einladen, länger zu verweilen. Aber wir haben ja keine Zeit. Mit dem Wetter hatten wir Glück und haben nur kurze Schauer von den vielen dicken Wolken abbekommen. Später schien nur noch die Sonne vom fast wolkenlosen Himmel, sie konnte uns aber leider nicht vom Frösteln im kalten Nordwind erlösen. 

Der Schiffsverkehr hat erwartungsgemäß zugenommen. Auch Segelboote begegnen uns hier jetzt öfter, immer mal wieder eine Eisenente und später tatsächlich noch zwei große Fähren, die zwischen Turku und Mariehamn unseren Weg kreuzten. Aber nicht nur Schiffe waren im Wasser. Einmal sahen wir, wie ein Reh hinter unserem Boot zwischen zwei Fähren von einer Schäre zur anderen schwamm, und zwar recht flott. Das hat es garantiert nicht zum ersten Mal gemacht – es kannte den Weg. 

Im Hafen von Rädhamn wurde es voll an unserem windgeschützten Steg. Zuletzt drängelten sich noch zwei Finnen dazwischen, obwohl eigentlich kein Platz mehr frei war. Die brauchen wohl keine Privatsphäre. Der Hafen ist ein strategisch günstiger Startpunkt von und nach Schweden, deshalb ist er fast immer voll, auch wenn er sehr teuer, ohne Strom, nur mit Trockenklo, aber dafür mit Sauna daherkommt. 

Auf der kleinen Felseninsel ist es sehr hübsch für einen Spaziergang; es gibt aber kaum gekennzeichnete Wege, sodass der Rundgang schnell zum Abenteuer wird. Aber die Aussicht von oben ist grandios. 

Kann sein, dass es morgen früh einen Massenstart Richtung Schweden gibt. Es sind noch zwei deutsche und einige schwedische Segler im Hafen.